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Hintersee – ein Erlebnis in den Bergen

   

Viel zu schnell sind die Tage unserer Jubiläumsfreizeit am Hintersee vergangen. Und wir erinnern uns noch gern an die gemeinsame Zeit.

Am Samstag, den 22. Juli ging es mit einigen Hindernissen los: Ferienbeginn in Bayern und Baden-Württemberg. „Superreisewochenende“ verkündete der Radiosprecher bei den Verkehrsnachrichten, die von Stunde zu Stunde immer länger wurden. So kamen wir alle mehr oder weniger durchgeschwitzt nach längerer Fahrt wohlbehalten im CVJM-Aktivzentrum Hintersee an. Die Sonne strahlte vom Himmel und so nutzten einige direkt die Temperatur des Sees und stürzten sich in die 15°C-frischen Fluten.

Nachdem die Zimmer bezogen und der Hunger gestillt war, fanden wir uns alle zu einem Begrüßungsabend in unserem Gruppenraum zusammen. Hier waren nun auch Wolfgang Freitag und seine Frau Christiane aus Radebeul dabei. Wolfgang war uns ja durch Jugendwoche 2011 und Zelttage 2012 in Wilgersdorf gut bekannt und wir freuten uns alle auf die Bibelarbeiten mit ihm zum Thema „Berg- und Seegeschichten – Mit Jesus unterwegs!“

In den folgenden Tagen erkundeten wir dann die nähere Umgebung. So begannen wir am Sonntag nach einem gemeinsamen Gottesdienst mit Abendmahl und Mittagessen unsere Aktivitäten mit einem Spaziergang durch den Zauberwald direkt am See. Einige stießen sogar bis Ramsau vor. Abends war Gelegenheit zum Kegeln, Basteln und Werkeln. Außerdem gab es die erste Episoden eines Insektenkrimis, die Lust auf mehr machte und in Lesehappen bis Freitag fortgesetzt wurde.

 

Am Montag wurden wir morgens bereits von bindfadenartigem Regen begrüßt und mussten somit unser Programm umstellen. Bei solch einem Wetter waren nur Indoor-Aktivitäten möglich. Wir entschieden uns für einen Besuch in der Watzmanntherme mit seinen Solebecken oder im Haus der Berge, das die Vielfalt des Nationalparks Berchtesgadener Land zeitgemäß und multimedial präsentierte. Da wir morgens recht früh aufgebrochen waren, trafen wir uns abends dann zur Bibelarbeit.

 

Am Dienstag wurde das Wetter wieder etwas besser, so dass wir nachmittags mit dem Almerlebnisbus und anschließender Wanderung die vielfältige Alpenlandschaft mit herrlichen Ausblicken und Wildbächen, Wiesen, Almen und Wäldern erkunden konnten. Diese Tour war absolut kindergeeignet und daher ein schönes gemeinsames Erlebnis. Einige sportlich ambitionierte Wanderer stellten sich einer Bergwanderung zur Blaueishütte; etwa 3 ½ Std. vom Haus Hintersee entfernt.

Abends gab es einen bunten Spieleabend, bei dem alle auf ihre Kosten kamen.

 

Mittwoch war wieder schlechtes Wetter. Es regnete von morgens bis abends. Das war für uns der Zeitpunkt, das Berchtesgadener Salzbergwerk zu besichtigen. Auch hier gab es viel zu sehen. Die Zeiten eines langweiligen Museumsbesuchs sind hier schon lange passé. Mit Grubenbahn und über lange Rutschen mit Fotoshooting gelangten wir in große unterirdische Hallen. Dort wurde uns mit Licht; Laser, Bildtafeln und Filmen erklärt, wie das Salz in den Berg kam und wie man es heutzutage wieder herausbefördert.

Abends trafen wir uns dann zum „Dominoday“. Tausende von Dominosteine wollten in der Turnhalle des Hauses verbaut werden. Als der erste Stein nach einigen Stunden des Bauens angestoßen wurde und Stein für Stein eine Kettenreaktion hervorrief, war das schon ein besonderes Erlebnis.

 

Für Do. war Wetterbesserung angesagt. Das veranlasste uns, mit Optimismus einen Ausflug zum Königssee zu planen. Gesagt, getan.

Morgens nach dem Frühstück fuhren wir los und waren damit vor den Touristenmassen am Königssee. Der große Parkplatz und die vielen Geschäfte auf dem Weg zum See ließen uns erahnen, welche Menschenmassen sich tagtäglich hier auf die Schiffe schieben, um die traumhafte See-Bergkulisse zu besichtigen. Recht schnell konnten wir einschiffen und zogen dann gemeinsam auf einem Elektroboot über den See bis nach St. Bartholomä und weiter bis zum anderen Ende des Sees. Von dort wagten wir den Aufstieg zum Obersee mit der Fischunkelalm. Hier war Zeit, zu rasten und das Lunchpaket aus unserem Haus aufzufuttern. Wer nun noch in der Laune war, konnte weiter zu einem Wasserfall oberhalb der Alm weiterwandern. Danach ging es langsam wieder bergab und über den See mit Station in St. Bartholomä zurück zu unserem Ausgangspunkt.

 

Plötzlich war schon Freitag und damit der letzte Freizeittag da.

Der Freitagnachmittag war als freier Nachmittag eingeplant. Da auch dieser Tag eher wechselhaft war und immer wieder Regenschauer auf den See niedergingen, versuchten sich die einen mit dem Besuch der Wimbachklamm und anschließendem Kaffeetrinken. Die anderen marschierten noch einmal um den See und suchten sich dann ein nettes Café. Und ein paar Wanderlustige machten sich auf zur Halsalm, die oberhalb vom Hintersee in den Bergen lag und genossen dort frische Buttermilche zwischen Kühen und Landluft.

Abends war schon Zeit für den klassischen bunten Abend, der von einigen Teilnehmern mit lustigen Beiträgen bereichert wurde. Als es schon dunkel war, beendeten wir diesen Abschlussabend mit einer Fackelwanderung um den See.

 

Samstag war Abreisetag bei strahlendem Sonnenschein. Kaum zu glauben. So hatten es auch nicht alle ganz eilig, schnell wieder nach hause zu kommen. Einige machten noch einen Umweg über den Ammersee, andere besuchten das Dokumentationszentrum Obersalzberg.

Wieder andere zogen weiter und genossen noch eine Woche Urlaub in Kroatien oder Kärnten.

 

Alles in allem war es eine schöne und gesegnete Zeit im Haus Hintersee. Wir genossen die herrliche Lage des Hauses, die gute Gemeinschaft, die Bibelarbeiten mit Wolfgang Freitag, die gute Verpflegung und die vielfältigen Angebote des Berchtesgadener Landes.

Herzlichen Dank an alle, die diese Tage vorbereitet und sich eingebracht haben. Man konnte erleben, wie aus vielen Ideen und Gaben, aus Mitdenken und aktiv Dabeisein ein sehr schönes gemeinsames Erlebnis wurde.

Vielleicht wurde darum schon bald am Ende der Freizeit der Wunsch laut, solch eine Freizeit doch recht bald und nicht erst wieder in 25 Jahren zu planen.

 

 

 

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